Die Nuraghe
Serbissi in Osini wurde
auf der Taccu-Hochebene in einer Hhe von zirka 1000 m errichet und thront
ber dem Tal des Rio Taquisara.
Die auf einerKalksteinebene stehende
Nuraghe besteht aus einem Hauptturm mit Tholos-dach und drei ber eine
Kurvenfrmig verlaufende Mauerbastion miteinander verbundenen Trmen. Durch
den Eingang des Hauptturms gelangt man in einen trapezfrmingen Gang,
durch den man einen unteren
Raum und eine Wendeltreppe erreicht, die mit dem oberen, unregelmβboden
besteht au seiner natrlichen Plattform mit einem als Wasserkanal nutzbaren
Spalt.
Rund um die Nuraghe sind die Grundmauren einer
runden Anlage von acht Htten erhalten. Im innerren der Rume befanden sich
gestampfte, gepflasterte fuβbden mit
Feuerstellen, die durch Schichten verbrannten Lehms
gekennzeichnet sind.Lehm wurde auch fr die Abdichtung und Wrmeisolierung
der konisch zulaufenden, mit Holzbalken und Reisig gedekmanufakte sind der Mittleren und der Spten
Bronzezeit (1500-1300v. Chr.) zuzuordnen.
Im Gegensatz zur Nuraghenzeit, die mit
reichlichen und ausgedehnten Funden und Befunden belegt ist, wurden aus der
phnizisch-punischen ra, der Rmerzeit und dem Mittelalter nur
gelegentliche Zeugnisse gefunden. Dies ist darauf zurckzufhren, dass die
Karthager und Rmer das Gebiet nur wenig besiedelten, bedingt durch die
Unwirtlichkeit der Gegend und den zumindest anfnglichen Widerstand der
lokalen Bevlkerung. Im Mittelalter kam es in der Ogliastra zur
Christianisierung.